Nach einer anstrengenden Anreise bin ich nun endlich seit gestern in Nairobi.
Los ging es am Donnerstag. Nachdem ich mich mit zwei anderen Freiwilligen am Frankfurter Flughafen getroffen habe, flogen wir um 22:20 los Richtung Abu Dhabi. Der Flug von 6 1/2 Stunden ging dank vieler Filme (die teilweise noch im deutschen Kino laufen) und sehr bequemer Sitze sehr schnell rum. Als wir dort ausstiegen waren wir allerdings sehr geschockt, da dort um 6 Uhr morgens schon 38 Grad herrschten!
Zwei Stunden später ging es weiter nach Nairobi, wo wir dann um 12:30 Uhr endlich am Ziel waren :)
Am Flughafen wurden wir sofort von den freundlichen Mitarbeitern von CIVS empfangen und in unser Hostel gebracht. Dies war das erste Abenteuer in Nairobi, da die Straßen- und Fahrverhältnisse nicht zu beschreiben sind. Es gibt zwar eigentlich Regeln, nur hält sich keiner an sie. So wird so schnell es die Straße erlaubt gefahren, nebenbei Schlaglöchern ausgewichen und aus einer zweispurigen Fahrbahn eine vierspurige gemacht ;)
Im Hostel angekommen, bekamen wir unser erstes kenianisches Essen (was sich später als nicht kenianisch herausstellte) und ruhten uns aus, wobei die geklauten Decken aus dem Flugzeug sehr praktisch waren ;)
So ging der erste Tag in Nairobi ziemlich entspannt zuende, auch ohne fließendes Wasser :)
Heute, der zweite Tag, begann um 8 Uhr. Ich war überrascht, wie gut man auch mit einem Eimer und einem Becher duschen kann... Um 9 gab es ein typisch kenianisches Frühstück mit Weißbrot mit Butter und Chai. Daraufhin bemerkten wir zum ersten Mal die Gelassenheit der Kenianer, als unsere "Guides" statt um 10 um 11 Uhr da waren und immer noch total gelassen waren :) Danach folgte das zweite Abenteuer: eine Fahrt mit einem Matatu (kleiner Bus). Diese kann man überhaupt nicht mit den Bussen in Deutschland vergleichen. Zum einen ist die Fahrweise der Matatu-Fahrer sehr gewöhnungsbedürftig und zum anderen herrscht eine unbeschreibliche Stimmung in den Bussen. Sie sind extrem getuned, mit Postern und Lichtern, und es wird sehr laute HipHop-Musik gespielt, zu der teilweise getanzt und an der Tür rumgeturnt wird. Die gesamte Situation erinnert eher an eine fahrende Disko und es ist echt eine sehr coole Erfahrung :)
Sonia, eine Mitfreiwillige, hat ein cooles Video über unsere erste Matata-Fahrt gemacht :)
Voller Begeisterung gingen wir anschließend auf das Dach des "Kenya's National Conference Center". Von dort hatte man eine Aussicht über ganz Nairobi. Ich war überrascht wie groß diese Stadt ist!
Anschließend deckten wir uns mit Handykarten und Internetsticks ein und bestaunten weiter die City. Abends kamen wir kaputt ins Hostel und es gab schon wieder leckeres kenianisches Essen: Ugali, Rührei mit Tomaten und Sukuma Wiki.
Das waren die ersten Eindrücke hier aus Nairobi. Es ist sehr voll und laut und man erlebt sehr viele unbekannte Sachen, aber trotzdem hat diese Stadt einen unglaublichen Charme und ist so voller Energie, so dass ich mich hier einfach wohl fühle. Es ist schwer das alles in Worte zu fassen. Im Moment ist es für mich noch unvorstellbar mich selbstständig in dieser riesigen Stadt zurechtzufinden, da es einfach komplett anders als in einer europäischen Großstadt ist und hier alles einfach anders ist. Aber ich denke nach einer gewissen Zeit wird man sich daran gewöhnen :)
Bis Donnerstag habe ich jetzt noch ein Seminar und werde mit den anderen Freiwilligen aus Deutschland in dem Hostel leben und danach werde ich endlich meine Gastfamilie kennenlernen und zu ihr ziehen. Ich bin schon sehr gespannt darauf :)
Bis dahin,
Kwa heri :)
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